Das wohl endgültige Aloo Gobi

Rezepte für Aloo Gobi, also ein typisch indisches/pakistanisches Kartoffel-Blumenkohl-Curry, gibt es in rauen Mengen und vielen Varianten. Ich selbst habe sicher schon ein Dutzend durchprobiert, perfekt fand ich bislang keines. Dann kam mir Felicity Cloake im Guardian zu Hilfe – in einem Artikel mit dem Titel How to cook the perfect Aloo Gobi hat sie die Zubereitungsvarianten des Gerichtes einmal analysiert, und verschiedene Rezepte etablierter Quellen dafür unter die Lupe genommen. Ihre endgültige Fassung diente mir – mit einigen Modifikationen – als Basis für mein perfektes Aloo Gobi.

das beste Aloo Gobi


Aloo Gobi

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 400 Gramm fest kochende Kartoffeln, geschält, in 2 1/2-cm-Stücken
  • 800 Gramm Blumenkohl, in Röschen und Stengelstücke zerteilt (etwas größer als die Kartoffeln)
  • 3 Esslöffel Ghee, oder Butterschmalz
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen
  • 3 Schalotten, in feinen Ringen
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Esslöffel frisch geriebener Ingwer
  • 1 kleine Dose Kirschtomaten, grob zerteilt
  • 2 Teelöffel Koriandersamen, trocken in einer Pfanne angeröstet und zermörsert
  • 1 Teelöffel scharfes Paprikapulver
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma
  • 3 kleine grüne Chilis, längs aufgeschlitzt
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1-2 Teelöffel Garam Masala, hier: Punjabi Garam Masala
  • 1 Limette, den Saft
  • etwas Koriandergrün, gehackt, optional

Zubereitung

  1. In einem großen, breiten Topf mit Deckel das Ghee erhitzen. Die Kreuzkümmelsamen darin kurz anrösten, bis sie knistern, dann die Kartoffeln zugeben und goldgelb anbraten. Herausheben, den Blumenkohl ebenso anbraten, und in eine separate Schüssel füllen.
  2. Die Hitze etwas reduzieren, nach Bedarf noch etwas Fett in den Topf geben. Die Schalotten im Fett langsam anschwitzen (sie sollen Farbe nehmen, aber nicht braun werden). Nun Knoblauch und Ingwer einrühren, und alles ein paar Minuten sacht garen lassen. Die Tomaten, das Korianderpulver, den scharfen Paprika und Kurkuma zugeben und alles unter Rühren anbraten, bis es sich miteinander verbunden hat.
  3. Die Kartoffeln mit den frischen Chilies und dem Salz zufügen. Alles zum Köcheln bringen, und den Deckel auflegen. Abgedeckt knapp 5 Minuten garen lassen. Nun den Blumenkohl und einen großzügigen Schuß Wasser zugeben. Das Ganze zugedeckt garen lassen, bis Blumenkohl und Kartoffeln weich sind, dabei ab und zu umrühren, damit es nicht anhängt, und nach Bedarf noch etwas Wasser angießen.
  4. Vom Herd ziehen, das Garam Masala unterrühren, und alles 10 Minuten durchziehen lassen. Mit dem Limettensaft und ggf. Salz abschmecken, dann (nach Wunsch) das Koriandergrün untermengen.
  5. Mit Reis und/oder Naan und einem Pickle servieren.

Der Clou ist hier ganz klar das rohe Anbraten von Kartoffeln und Blumenkohl, was für bessere Textur sorgt. Am Ende ist aber auch das nur ein (ziemlich) gutes Aloo Gobi, wenn man es solo (mit Brot, oder mit Reis) isst.

Zum endgültigen Aloo Gobi wird es in der Kombination mit einem indischen Zitronen- oder Limettenpickle, dessen Bitter-Sauer-Scharf-Noten den Geschmack ungemein anheben. Bei uns war das ein selbst gemachtes und hoch aromatisches Key Lime Pickle nach einem Rezept von SAVEUR, aber auch ein gekauftes Pickle (von Rajah oder Sharwoods, Patak’s, oder der indischen Marke des Vertrauens) sollte den Zweck erfüllen. (Bei German Abendbrot gibt’s ein schönes Rezept für ein Lemon Pickle).

Fabelhafte vegetarische Kost, sehr zum Nachahmen empfohlen.

3 Comments

  1. Kartoffeln, Blumenkohl und Zwiebeln; diese Kombination hat was als indisches Curry. Ich habe es nachgekocht und finde das Braten von Blumenkohl in gut gewürztem Ghee besser als das öde kochen bzw. dämpfen. Selbst den Basmati-Reis brate ich trocken mit Gewürzen in Ghee an bevor ich mit Wasser „abschrecke“, aufkoche und durchziehen lasse. So macht fleischloses Essen Spass 🙂

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